Brasil Capoeira - Philosophie

Am 12. Mai 1985 gründete Mestre Matias die Assoçiação Brasil Capoeira in Brasilien. Vier Jahre später, als Mestre Matias bereits in der Schweiz war, entstand daraus die Brasil Capoeira Schule.

Mestre Matias lehrt einen Capoeira-Stil, der sowohl auf der Grundlage der Capoeira-Regional als auch der Capoeira-Angola beruht. Professor Mineiro, Schüler und Sohn von Mestre Matias, hat dessen Stil angenommen und unterrichtet nach denselben Prinzipien wie sein Vater

Als Leitfaden gelten im Unterricht folgende Punkte:

  • Erlernen sich physisch und psychisch im Gleichgewicht zu halten, auch unter erschwerten Bedingungen
  • Respekt gegenüber den Traditionen der Capoeira
  • Respekt gegenüber dem Berimbau, welches den Rhythmus des Spiels bestimmt
  • Unterstützung und Respekt gegenüber den älteren und fortgeschrittenen Capoeiristas
  • Motivieren der jüngeren und unerfahrenen Capoeiristas durch die älteren und fortgeschrittenen
  • Das Bewahren und Unterstützen des Partners während des Capoeira-Spiels
  • Beim Ausüben der Bewegungen wird auf den sogenannten „balanço“ grossen Wert gelegt
  • Das Spiel ist das was zählt und es soll zu zweit gespielt werden


Die Unterrichtslektionen finden in unterschiedlichen Gruppen statt. Es gibt Unterricht für Kinder im Alter von 6-9 Jahren und von 10 bis 15 Jahren und für Erwachsene jeder Könnerstufe.


Mascotinhas - Mini Capoeira, 3-5 jährig

 

Kinder, 6-11 jährig

 

Jugendliche, 12-16 jährig

 

Der Unterricht ist vielfältig und setzt sich jeweils aus unterschiedlichen Elementen zusammen. Die Stunden starten mit Aufwärmen und Mobilisation der Muskeln und Gelenke. Anschliessend findet das eigentliche Training mit den verschiedensten Übungen statt. Je nachdem ist dabei die Verbesserung der Kraft, der Ausdauer, der Geschwindigkeit, Beweglichkeit, der Akrobatik oder der Musik mit all ihren Rhythmen und dem Gesang im Fokus.

Nicht nur die Unterrichtsinhalte sondern auch die Unterrichtsformen sind abwechslungsreich. So wird abgewechselt zwischen frontal Unterricht, Übungen zu zweit oder in kleinen Gruppen, Schlägen auf Boxsäcken oder das Einstudieren der „Sequencias“ (Definierte Bewegungsabläufe zu zweit mit Angriff und Verteidigung).

"Balões", eine Teamakrobatik

 

 

Am Schluss der Stunde wird alles, was gelernt wurde in der „Roda“ praktisch umgesetzt und angewendet. Natürlich zur und mit der Musik, die von den Schülern selbst gespielt und gesungen wird.

Das Capoeira-Spiel passt sich den Fähigkeiten jedes Einzelnen an, respektive jeder kann mit seinen Fähigkeiten das Capoeira-Spiel erlernen und Spass dabei haben. Beispielsweise lernen Kinder die Bewegungen spielerisch und können das Gesehene und Gelernte beinahe automatisch umsetzen. Jugendliche, welche kräftig und athletisch sind, haben in der Capoeira die Möglichkeit ihr ganzes Repertoire an Bewegungen schnell und kraftvoll auszuüben mit zusätzlicher Akrobatik. Die etwas älteren Athleten können ihr Capoeira-Spiel harmonisch und ruhig aufbauen.

Besonders für junge Menschen ist die Capoeira als Freizeitbeschäftigung attraktiv. Viele Jugendliche platzen beinahe vor Energie, verstehen es aber nicht, diese Energie sinnvoll und zielgerichtet umzusetzen. Die Capoeira bietet ein Ventil, um diese Energie loszuwerden und sowohl körperlich als auch geistig einzusetzen. In der Capoeira erlernen die Jugendlichen Bewegungen, die sie sich vermutlich nie zugetraut hätten. Damit lernen sie ihren Körper kennen, ihn zu respektieren, kontrollieren, zu stärken und zu formen und können Selbstvertrauen gewinnen. Die Capoeira mit ihrer Vielfalt ist eine Bereicherung, bei der man Spass hat, seine Energie bündeln und loswerden kann und auch in einer Gruppe diszipliniert trainieren muss. Damit bietet sie schlussendlich auch einen Weg, junge Menschen vom Rumhängen auf der Strasse wegzubringen.

Die Ginga

Die Ginga ist der Grundschritt der Capoeira. Bei der Basis-Ginga vollführt der Capoeirista mit den Beinen die Form eines Quadrats und eines Dreiecks, was sowohl Koordination als auch motorische Fähigkeiten verlangt. Die Ginga wird dabei rhythmisch zum Spiel des Bermibau ausgeführt. “Die Ginga ist die Seele der Capoeira”, so hat Mestre Bimba es beschrieben. Genau genommen ist sie so wichtig, dass man in der Capoeira nur Bewegungen ausgehend von der Ginga akzeptiert, die im Ritual der „Roda“ und begleitet von den korrekten Rhythmen und Melodien stattfinden.

Während der Ginga muss der Capoeirista in ständiger Bewegung bleiben und versuchen Angriffe und Gegenangriffe zu simulieren. Dabei muss er stets aufmerksam die Intentionen seines Partners verfolgen und erahnen. Jeden Moment muss er darauf vorbereitet sein, den Angriff seines Gegenübers abzuwehren oder ihm auszuweichen.

Nouvelles

Neuigkeiten

2° GINGA BIENNE

Capoeira Festival

16. – 18.3.2018

 

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